Rezensionen

Reisebericht: The Innocents – Bittersüße Küsse

Reiseziel: Serenity Point


Seit ihre Mutter reich geheiratet hat, gehören die Schwestern Alice und Charlie zur High Society von Serenity Point. Aber schon bald stößt Alice auf gut gehütete Geheimnisse und ein Netz aus Lügen und Intrigen. Zu allem Überfluss sieht Alice ihrer Stiefschwesterthe-innocents-bittersuse-kusse Camilla, die angeblich Selbstmord begangen hat, zum Verwechseln ähnlich. Nach und nach beginnt Alice, an der offiziellen Version der Ereignisse zu zweifeln …


Autorin: Lili Peloquin || Übersetzerin: Claudia Max
Preis: 9,99 € (Broschur) || 8,99 € (eBook)
Seiten: 320
Reihe: Band 1 von The Innocents
Verlag: Ravensburger


 

Eindrücke & Momente

Ich bin ein großer Fan der Serie Pretty Little Liars und ich muss sagen, dass mich das Buch auf den ersten Blick genau daran erinnert hat. Hübsche Gesichter und das Wort ‚unschuldig‘ auf dem Cover, ein Netz aus Lügen und Intrigen in der Buchbeschreibung. Klingt doch eigentlich ganz vielversprechend, oder? Doch leider schöpft diese Geschichte das Potenzial, das in ihr steckt, nicht aus.

Der erste Band der Innocents-Reihe nimmt uns mit nach Serenity Point und führt uns dort gemeinsam mit Alice und Charlie in die gehobene Gesellschaft ein. Ob Serenity Point tatsächlich existiert ist schwer zu sagen. Es gibt tatsächlich ein Ferienresort, das so heißt und auch ähnlich wie der Ort im Buch gelegen ist – nämlich direkt am Wasser in einer malerischen Gegend. In Serentiy Point ist jedoch nicht alles Gold, was glänzt, denn jedes Mitglied der exklusiven Gesellschaft hat dort etwas zu verbergen. Perfekte Voraussetzungen für dreckige Geheimnisse, die ans Licht gelockt werden wollen. Doch leider hat sich die Autorin etwas verzettelt.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt – Charlie und Alice. Zwei Dinge haben mich jedoch sehr daran gestört: Zum einen finde ich es nicht gut, dass es nicht gekennzeichnet war, wer nun erzählt. Das musste man als Leser immer selbst herausfinden, was den Lesefluss stört. Zum anderen empfinde ich Charlies Persepektive als überflüssig – zumindest im ersten Band. Ich weiß nicht, wie wichtig sie für die nächsten Bücher wird, aber in diesem Buch hatte sie für mich überhaupt nichts Interessantes zu erzählen.

Ich musste also alle meine Hoffnungen auf Alice setzen, doch auch die enttäuschte mich immer wieder. Sie ist schließlich die Person, die die Nachforschungen anstellt und diese ganze glitzernde Gesellschaft hinterfragt, aber leider zerstört die Autorin immer jegliche Spannung. Nach jedem Abschnitt, in dem ich dachte Jetzt geht es los! Endlich hat Alice eine heiße Spur schafft es die Autorin, diese Entdeckungen als langweilig dastehen zu lassen. Alice zweifelt andauernd an sich selbst und ihren Enthüllungen und schmeißt dann alles wieder hin. Dadurch konnte gar kein Spannungsbogen aufgebaut werden. Mir hat es gefehlt, dass Alice sich mal richtig in die Sache reinhängt und Interesse zeigt.

Wie ich schon sagte, hat die Geschichte Potenzial. Sie ist nur leider nicht gut durchdacht. Die Autorin möchte so viel erzählen und jedem ein schlimmes Geheimnis andichten. Dadurch verliert die Story ihren roten Faden und es geht plötzlich gar nicht mehr hauptsächlich um Alice und das Geheimnis ihrer toten Stiefschwester. Meiner Meinung nach hätte man die Passagen von Charlie streichen können und den Platz dafür nutzen müssen, die Geschichte tiefgründiger werden zu lassen.


Obwohl Serenity Point ein hübsches Fleckchen Erde zu sein scheint, kann ich Euch dafür keine Reiseempfehlung aussprechen.

Hier geht es zu einem weiteren Reisebericht:

Kathrineverdeen

(Der Klappentext sowie das Cover sind Eigentum des Verlags Ravensburger)

2 Kommentare zu “Reisebericht: The Innocents – Bittersüße Küsse”

  1. Hey,
    als ich das gerade gelesen habe, war mein erster Gedanke: „The Lying Game“. Das ist auch von Sarah Shepard geschrieben so wie Pretty Little Liars. Es ist schon länger her, aber das fand ich glaube ich ganz gut 🙂
    Ansonsten eine schöne Rezension!
    Liebe Grüße,
    Johanna

    1. Hi Johanna 🙂

      „The Lying Game“ steht noch auf meiner Wunschliste und ich hoffe, dass es besser umgesetzt ist als „The Innocents“. Aber bei Miss Shepard mach ich mir da eigentlich keine Sorgen. 🙂 Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich den zweiten Teil von „The Innocents“ lesen werde. Einerseits würde mich interessieren ob diese Reihe besser wird, weil es ja Potenzial gibt, aber andererseits warten genug andere Bücher darauf gelesen zu werden. ^^
      Danke!

      Liebste Grüße
      Ellen

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