Rezensionen

Reisebericht: The School for Good and Evil – Es kann nur eine geben

Reiseziele: Gavaldon & The School for Good and Evil


Auf der Schule der Guten und der Bösen werden Jugendliche darauf vorbereitet, ihr ganz persönliches Märchenabenteuer zu erleben. Die gestylte Sophie sieht sich schon als Prinzessin mit den besten Aussichten auf einen attraktiven Helden, ihre eigenbrötlerische Freundin Agatha kann nur auf einen Part als Hexe hoffen. Doch dann kommt alles ganz anders. Denn der finstere Schulmeister hat für die beiden einen dämonischen Plan …


Autor: Soman Chainani
Übersetzerin: Ilse Rothfuss
Preis: 16,99 € (HC) || 10,99 € (TB) || 9,99 (eBook)
Seiten: 512
Reihe: Band 1 von The School for Good and Evil
Verlag: Ravensburger


Eindrücke und Momente

Ich bin ein großer Märchenfan, wie einige von euch vielleicht schon wissen. Ich musste also unbedingt dieses Buch lesen, nachdem es mir auf diversen Plattformen wie Twitter und Instagram direkt vor die Nase gehalten wurde, und leider hat es mich nur mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Fangen wir mal mit dem Positiven an: Die Idee des Buches finde ich wirklich gut. Ich lese sehr gerne Geschichten, die in Internaten spielen und noch lieber lese ich Geschichten, die in außergewöhnlichen Internaten spielen. Die School for Good and Evil hat mich also von Anfang an fasziniert. Mein erster Gedanke war Eine Schule für Märchengestalten? Wo kann ich mich einschreiben? Die Kombination von Märchen und Internat war bei mir also ein Volltreffer. Außerdem habe ich mich auf den ersten Blick in den sogenannten Blauwald verliebt – ein Wald, der nur aus Blauschattierungen besteht.

Doch das Beste an der Idee der Geschichte ist wohl, dass sie so extrem mit Klischees spielt. Anfänglich fiel es mir nicht leicht, mir immer wieder vor Augen zu führen, dass der Autor mit Absicht alles so überspitzt darstellt. Wäre das alles unterschwellig passiert und vom Autor ernst gemeint gewesen, hätte ich das Buch wohl schon nach den ersten 50 Seiten in die Ecke gepfeffert.

Die negativen Aspekte haben es mir allerdings nicht leicht gemacht, das Buch wirklich zu mögen: Am Anfang ist es mir sehr schwer gefallen, mich auf die Geschichte einzulassen. Ich wollte das Buch unbedingt mögen, weil die Idee einfach genau meinen Geschmack trifft, aber der Autor hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Das lag unter anderem daran, dass ich mir die beiden Protagonistinnen, Agatha und Sophie, einfach nicht als echte Menschen vorstellen konnte. In meinem Kopf waren sie immer Anime-Figuren und plötzlich funktionierte die Geschichte auch besser für mich. Die Reaktionen und Beschreibungen passten teilweise viel besser zu einem Anime, weil sie einfach so übertrieben waren.

Als ich mich dann aber mit der Geschichte eingefuchst hatte, ging es gut voran und man kann nicht sagen, dass es langweilig geworden ist. Allerdings waren manche Reaktionen und Aktionen zwischen den Charakteren mir dann doch ein wenig zu kindisch. Sophies Motivation war mir zu sehr auf einen Prinzen ausgerichtet und zeitweise hatte ich das Gefühl, dass ihr Gehirn sich komplett ausgeschaltet hat. Agatha war mir da schon sympathischer. Ihre Motivation ist nicht – immer – die Liebe, sondern viel mehr Freundschaft. Obwohl Agatha mir um einiges sympathischer war, haben dennoch beide Charaktere eine interessante Entwicklung durchgemacht, die mir Lust auf den zweiten Band gemacht hat, von dem ich in der Mitte des Buches noch nicht dachte, dass ich ihn lesen wollen würde.

KURZ GESAGT


Ich wollte dieses Buch unbedingt mögen, weil die Idee mir ab dem ersten Moment zugesagt hat. Leider hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Geschichte, auf die man sich wirklich einlassen muss. Die Geschichte wirkt vielleicht auf den ersten Blick – auch auf Grund seines Covers – wie leichte Kost, aber um die Botschaft des Buches wirklich zu verstehen, muss man ziemlich viel zwischen den Zeilen lesen. Ansonsten wirft man es wahrscheinlich spätestens nach der Hälfte in die Ecke.

Agatha und Sophie sind für mich keine überragenden Protagonistinnen gewesen, aber sie haben beide eine interessante Entwicklung durchlaufen. Den zweiten Band werde ich auch lesen, was unter anderem an dieser guten Entwicklung der Charaktere lag und an diesem spannenden Ende.


Obwohl ich die School for Good and Evil niemals besuchen wollen würde, kann man als Märchenfan einen Blick auf das Buch riskieren.

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