Rezensionen

Reisebericht: Der letzte erste Blick

Reiseziel: West Virginia


Endlich frei! Emery Lance kann es nicht erwarten, ihr Studium in West Virginia zu beginnen. Niemand kennt hier ihre Geschichte. Niemand weiß, was zu Hause geschehen ist. Dafür ist sie auch bereit, in Kauf zu nehmen, dass die Situation im Wohnheim alles andere als ideal ist. Nicht nur treibt ihr Mitbewohner sie regelmäßig in den Wahnsinn – sein bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen …


Autorin: Bianca Iosivoni
Preis: 10,00 € (Taschenbuch) || 8,99 (eBook)
Seiten: 436
Reihe: Band 1 der Firsts-Reihe
Verlag: LYX (Bastei Lübbe)

Vielen Dank an LYX für das Rezensionsexemplar!


Eindrücke & Momente

Ich bin sehr vorsichtig und vor allem sehr kritisch geworden, was das Genre New Adult angeht. Das liegt vor allem daran, dass ich einfach schon zu viele Bücher aus diesem Bereich gelesen habe, die falsche Werte vermitteln oder ganz leicht durch ein anderes austauschbar wären, weil sie eben einer typischen 0-8-15-New-Adult-Handlung folgen. Der letzte erste Blick hatte es bei mir also nicht leicht und musste einiges leisten, um mich überzeugen zu können. Aber konnte es das?

Die Grundidee, in der ein Mädchen alles hinter sich lässt, meist aufs College geht und dort dann ihren Traummann findet spriest derzeit ja regelrecht überall aus dem Boden. Damit kann man meiner Meinung nach also nicht mehr wirklich punkten. Dafür konnte dieses Buch aber umso mehr mit seinen Charakteren und vor allem mit seinen beiden Protagonisten bei mir landen. Endlich gibt es auf dem Buchmarkt eine Geschichte zu kaufen, in der es nicht um ein Mauerblümchen und einen Bad Boy geht, sondern um eine taffe junge Frau und einen jungen Mann, der das Herz am richtigen Fleck hat. Und das kann sehr spannend sein!

Emery trägt eine sehr unschöne Vergangenheit mit sich rum und hat dadurch eine imaginäre Schutzmauer um sich errichtet. Zu oft wurde sie enttäuscht und lässt daher ungern Menschen an sich heran. Dennoch ist sie nicht schüchtern, sondern sagt ihre Meinung und sollte ihr mal jemand zu nahe kommen, gibt es auch schon mal eins auf die Nase. Dylan hingegen ist ein herzensguter Mensch, der in Emery so viel mehr sieht als sie selbst. Da die Geschichte aus beiden Perspektiven geschrieben ist, war es immer wieder herzerwärmend zu lesen, was die beiden über einander denken, sich aber einfach nicht trauen zu sagen.

Die Liebesgeschichte der beiden ist dann erfrischenderweise nicht mit einem ständigen Hin und Her gefüllt, sondern mit lustigen Streichen, die die beiden sich gegenseitig immer wieder als Rache spielen. Manche davon sind so witzig beschrieben, dass ich selbst lachen musste. Hinzu kommen noch die Nebencharaktere aus der College-Clique, die ich alle ins Herz geschlossen habe. Wenn man studieren geht, dann wünscht man sich, glaube ich, genau solche Menschen um sich herum. Ich freue mich daher auch schon auf den zweiten Band, der dann aus der Sicht von zwei anderen Personen geschrieben ist, die wir jetzt schon kennenlernen durften.

Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch ist seine Länge. Ich habe mich trotz toller Charaktere, unterhaltsamer Lovestory und auch ernstem Thema bezüglich Emerys Vergangenheit manchmal gelangweilt. Es gab kleine Passagen, die mir einfach zu lang waren und in denen nicht viel passiert ist. Ansonsten kann ich Der letzte erste Blick nur empfehlen.


KURZ GESAGT

Obwohl ich sehr kritisch gegenüber New-Adult-Romanen bin, konnte mich Der letzte erste Blick überzeugen. Das Buch hat zwar einige Längen, die mich manchmal langweilten, aber ansonsten kann das Buch mit tollen Charakteren, einer erfrischenden und witzigen Lovestory und auch ernsten Themen punkten. Die Geschichte von Emery und Dylan konzentriert sich nicht nur auf die Liebesgeschichte, sondern auch auf Freundschaft, Zusammenhalt, Familie und den Umgang mit sozialen Netzwerken. Ich freue mich schon auf den zweiten Band Der letzte erste Kuss.


Für alle zu empfehlen, die gerne mal einen guten New-Adult-Roman lesen wollen!

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7 Kommentare zu “Reisebericht: Der letzte erste Blick”

  1. Ich hab das Buch schon öfter gesehen und dachte mir „hmm, ja, wieder so eins“. Aber nach deiner Rezi klingt es wirklich vielversprechend. Vor allem der Teil mit den Streichen, die sie sich gegenseitig spielen, hat mich neugierig gemacht. Es ist quasi schon gekauft. Mein Mann bringt es mir mit ^-^

    1. Genau das dachte ich am Anfang auch. Vor allem bei den deutschen Autorinnen schlägt diese 0-8-15-Handlung extrem ein anscheinend und jeder von ihnen muss eine Reihe dazu schreiben. Aber gut, ich bin froh diesem Buch eine Chance gegeben zu haben. 😀 Und ich bin gespannt, was du dazu sagst. 🙂

  2. Liebe Ellen,
    ich habe am Wochenende auch das Buch beendet und bin wirklich froh, es gelesen zu haben, denn mir ging es wie dir. Endlich mal kein Bad Boy…endlich mal eine wirklich schöne Geschichte!
    Hat mir auch sehr gut gefallen!

    Liebste Grüße Anett.

    1. Hallo Anett 🙂

      So eine Geschichte kann richtig erfrischend sein, oder? 😀 Ich bin sehr gespannt, was die Autorin in den nächsten Büchern der Reihe auffährt, um uns zu beeindrucken.

      Liebste Grüße
      Ellen

  3. Hey du!
    Eine wirklich schöne Rezension! Nicht zu lang, nicht zu kurz, und trotzdem aussagekräftig. I like! Werde dir direkt mal per Mail folgen um nichts mehr zu verpassen.
    Bin durch das #litnetzwerk hier gelandet und finde deinen Blog echt ansprechend, die Reisethematik, die einen roten Faden darstellt, finde ich super cool.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    1. Hallo Nicci 🙂
      Vielen Dank! Freut mich riesig, dass ich dich als Leserin begrüßen darf. *-* Ich folge deinem Blog nämlich schon länger und lese deine Beiträge unheimlich gerne. ♥

      Liebste Grüße
      Ellen

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