Rezensionen

Reisebericht: Caras Schatten

Reiseziel: Des Moines, Iowa


Cara hat es nicht leicht. In der Schule ist sie eine Außenseiterin. Besonders Sydney und Alexis haben es auf sie abgesehen. Umso schmerzlicher vermisst Cara ihre ehemals beste Freundin Zoe, die weggezogen ist. Doch plötzlich steht Zoe wieder vor ihrer Tür – und stellt mit ihrer Energie Caras caras-schattenLeben komplett auf den Kopf! Sie verpasst ihr einen neuen Look, gibt ihr neues Selbstbewusstsein – endlich hat Cara wieder jemanden, dem sie ihr Herz ausschütten kann. Aber dann stirbt plötzlich ihre Erzfeindin. und Cara beschleicht ein unheimlicher Verdacht …


Autorin: Elizabeth Woods || Übersetzerin: Anja Hackländer
Preis: 10,00 € (Hardcover) || 8,49 € (eBook)
Seiten: 254
Verlag: Baumhaus | one


Eindrücke & Momente

Als ich das Buch das erste Mal sah, war ich sofort von dieser filigranen und schlichten Schönheit angetan. Der Klappentext tat dann sein Übriges, denn ich war wirklich gespannt darauf, was Zoe und Cara mir zu erzählen haben – vor allem weil die Geschichte doch ziemlich mysteriös und ein wenig gruselig klingt.

Die ersten Seiten flogen dahin. Der Leser wird in Caras Leben eingeführt, die es überhaupt nicht leicht hat. Sie verschluckt sich in der Cafeteria an einer Möhre, wird dadurch zum Gespött der Schule und erhält den Spitznamen Würger. Wer wünscht sich in so einer Situation nicht eine gute Freundin, die einen wieder auffängt und zu einem hält? Cara passiert genau das, denn plötzlich steht ihre beste Freundin Zoe vor ihrer Tür und genauso schlagartig ändert sich ihr Leben. Das klingt doch eigentlich alles ziemlich gut, oder?

Zu Beginn läuft es auch noch ganz gut für Cara. Es gibt zwar einige mysteriöse Zwischenfälle, aber ihr Leben scheint endlich in die richtigen Bahnen zu laufen. Mindestens die Hälfte der Geschichte liest sich daher auch wie ein normaler Teenie-Roman über die erste große Liebe, Zicken in der Schule, Partys, etc. Doch man hat als Leser immer diese merkwürdige Person im Hinterkopf, die bei Cara im Zimmer lebt: Zoe. Diese wird nämlich von Kapitel zu Kapitel komischer und ich wusste oft nicht, was ich von ihr halten sollte. Die kann doch nicht echt sein, dachte ich oft. Und dann wieder: Das ist ein ganz normales Mädchen mit einem Problem. Dieses Hin und Her bleibt einem bis zum Ende erhalten, wo die Geschichte dann endlich den gewünschten Gruselfaktor bekommt und das nicht zu kurz. Auf den letzten Seiten hatte ich dann richtig Gänsehaut.

Mit seinen 254 Seiten ist dieses Buch zwar ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen, aber es kann dennoch sehr unterhalten. Ich mochte es zumindest nicht aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Leider kamen die Charaktere ein bisschen zu kurz. Die hätte ich mir ein wenig mehr ausgearbeitet gewünscht. So kamen sie doch eher stereotypisch daher. Außerdem fand ich es gewöhnungsbedürftig, dass immer Mom und Dad gesagt wurde, obwohl die Geschichte nicht aus der Ich-Perspektive erzählt wird.

Ansonsten ist Caras Schatten ein Buch, das es sich bestimmt lohnt ein zweites Mal zu lesen, nachdem man das Ende kennt, um dann ein wenig genauer hinzuschauen.


bose-bose-caras-schattenLeider muss ich noch abschließend sagen, dass es das Buch in dieser Ausgabe nicht mehr als Print gibt, sondern nur noch als eBook. Allerdings ist Caras Schatten 2016 neu erschienen mit dem Namen Böse, böse (Ja, über den Titel könnte man nun streiten…). Solltet ihr also Interesse haben, haltet nach diesem Cover Ausschau.


Ich kann euch für Caras Schatten eine Reiseempfehlung geben, wenn ihr Bücher mögt, die etwas ruhiger sind, aber unterschwellig immer ein wenig Gänsehaut bereiten.

Weitere Reiseberichte:

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(Der Klappentext und das Cover sind Eigentum des Verlags)

3 Kommentare zu “Reisebericht: Caras Schatten”

    1. Ich war auch ziemlich bedient, als ich gesehen habe, dass das Cover geändert wurde und der Titel dann auch noch zu „Böse, böse“. Ich meine, „Böse, böse“?! Aber nun müssen wir eben mit diesem neuen, bösen, bösen Cover leben. ^-^‘

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