Rezensionen

Reisebericht: Among the Stars – Liebe wie im Film

Reiseziel: Fernbrooke


Elise Jameson hat die weltberühmte Bestsellerserie „Viking Moon“ geschrieben – aber keiner weiß es. Denn nach einem schrecklichen Unfall ist Elise taub, unglaublich schüchtern und bleibt lieber inkognito. Doch dann werden ihre Bücher mit Hollywoodstar Gavin Hartley verfilmt, und man besteht auf die Anwesenheit der Autorin am Set. Kurzerhand beauftragt Elise die wunderschöne Unbekannte Veronica Wilde damit, ihren Platz einzunehmen, während sie selbst sich als Assistentin ausgibt. Als sie neue Freunde findet und Gavin näherkommt, fällt es ihr jedoch zunehmend schwer, sich hinter ihren Lügen zu verstecken. Ist es Zeit, der Welt zu zeigen, wer sie wirklich ist?


Autorin: Samantha Joyce
Übersetzerin: Nicole Hölsken
Preis: 9,99 € (PB) || 8,99 € (eBook)
Seiten: 352
Reihe: Band 1 der Reihe Love in Disguise
Verlag: Goldmann


Eindrücke & Momente

Ich bin kein großer Fan von New Adult-Romanen. Sie laufen für mich immer nach dem gleichen Schema ab, können kaum überraschen und die ganzen Rockstars, die in letzter Zeit aus dem Boden schießen, haben mir die Lust auf dieses Genre im Allgemeinen ziemlich genommen. Dennoch bin ich immer wieder auf der Suche nach guten Büchern aus diesem Genre und ich wurde schon das ein oder andere Mal überrascht.

Auch Among the Stars konnte mein Interesse wecken, was vor allem an der Idee liegt, dass die Protagonistin durch einen Unfall ihr Gehör verloren hat und dazu noch eine Bestsellerautorin ist, deren Buch nun verfilmt wird. Das ist auf den ersten Blick schon mehr Story als andere NA-Romane aufweisen können. Der Einstieg ins Buch fiel mir jedoch nicht so leicht wie erwartet, weil ich keinen Draht zu Elise gefunden habe. Nicht mal über ihre Buchreihe habe ich zu ihr gefunden, weil die Geschichte, die sie schreibt, mir gar nicht zusagen würde. Der Aspekt, dass sie taub ist hätte für mich auch einfach weggelassen werden können, da man das im gesamten Buch so gut wie gar nicht merkt. Sie kann super Lippen lesen, sodass sie jeden und alles versteht und dann kommt noch hinzu, dass sie selbst auch ganz normal sprechen kann. Dass Detail, dass sie taub ist, fand ich also leider sinnlos. Es wird nicht mal zum Hindernis, als sie den Schauspieler Gavin Hartley kennenlernt, denn der kann natürlich Gebärdensprache. Tut mir leid, liebe Autorin, aber wenn ich meiner Protagonistin dieses Handikap gebe, dann sollte es sich auch bemerkbar machen. Ich habe zeitweise sogar vergessen, dass Elise taub ist.

Mehr als mit ihrer Taubheit hat Elise mit ihren Narben zu kämpfen, die sie auch von dem Unfall zurückbehalten hat. Obwohl sie versucht, sich so zu akzeptieren wie sie ist, erlebt sie während der Geschichte herbe Rückschläge. In diesen Momenten hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen und die Verbindung, die ich sonst vermisst habe, baute sich langsam auf. Endlich wurde sie zu einem Mädchen mit Gefühlen und Ängsten.

Die Story war anfänglich sehr interessant. Die Buchverfilmung, Elise Suche nach dem Mädchen auf ihrem Autorenfoto und Elise neues Leben an der Uni standen im Mittelpunkt. Darüber zu lesen hat richtig Spaß gemacht. Im Laufe der Geschichte verlegte sich der Schwerpunkt dann mehr auf Elises Probleme mit ihrem Körper, ihr Versteckspiel und natürlich auf Gavin Hartley. Vor allem die Liebesgeschichte zwischen Elise und Gavin konnte mich gar nicht berühren oder mitreißen. Ich habe die beschriebenen Funken nicht gespürt. Ich kann dennoch nicht behaupten, dass mich das Buch nicht unterhalten hat, denn das hat es sogar so sehr, dass ich es an einem Wochenende gelesen habe. Ich mochte es nicht aus der Hand legen und wollte einfach immer wissen wie es weitergeht, auch wenn es kleine Schwächen hat.

Ich würde nicht behaupten wollen, dass dieses Buch in seinem Genre extrem heraussticht, aber es ist um einiges besser, als das was ich sonst schon gelesen habe. Es versucht sich an einer wichtigen Botschaft, nämlich seinen Körper so zu lieben wie er ist.


KURZ GESAGT

Among the Stars – Liebe wie im Film ist eine nette Unterhaltung für zwischendurch. Wenn man erstmal mit der Protagonistin warm geworden ist und darüber hinwegsehen kann, dass ihre Taubheit der Geschichte überhaupt nichts nützt und auch hätte weggelassen werden können, kann man sich von dieser Geschichte sehr gut unterhalten lassen. Es weist natürlich die allgemein bekannten Klischees des Genres auf, setzt sich aber dennoch ein wenig ab, weil es sich an einer wichtigen Botschaft versucht: Liebe deinen Körper so wie er ist.


Die Reise nach Fernbrooke zu Elise und einem Hollywoodstar lohnt sich, wenn man auf der Suche nach leichter Unterhaltung ist.

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