Rezensionen

Reisebericht: Wie ein Fisch im Baum

Reiseziel: unbekannt


Ally ist elf Jahre alt und eine Einzelgängerin. An der Schule ist sie als Freak bekannt und den Lehrern ein Dorn im Auge. Dabei geht es Ally nur um eins: Um jeden Preis ihr Geheimnis zu wahren – sie kann weder lesen noch schreiben. Da kommt ein neuer Lehrer in die Klasse, Mr. Daniels. ImWie ein Fisch im Baum.jpg Gegensatz zu seinen Vorgängern beobachtet er Ally genau und findet bald heraus, dass Ally an einer Lese-Rechtschreibschwäche leidet und gleichzeitig hochintelligent ist. Langsam lernt Ally, ihm zu vertrauen und schließt nebenbei Freundschaft mit zwei anderen Außenseitern. Gemeinsam widersetzen sie sich mutig dem Mobbing …


Autorin: Lynda Mullaly Hunt
Übersetzerin: Renate Weitbrecht
Preis: 12,99 € (Hardcover) || 9,99 €  (eBook)
Seiten: 304
Verlag: Verlagsgruppe Random House


Eindrücke & Momente

Ich liebe diesen Titel. Ich liebe dieses Cover. Und nachdem ich die Geschichte gelesen habe, liebe ich dieses Buch. Allys Geschichte hat mich zum lachen gebracht, hat mich nachdenklich werden lassen und mein Herz mit den verschiedensten Gefühlen überschwemmt.

Legasthenie ist ein schwieriges Thema, da viele von uns sich nicht vorstellen können, wie es ist, nicht lesen oder schreiben zu können. Seit ich denken kann ist dieses Problem in unserer Familie allgegenwärtig, da mein Bruder an einer Lese-Rechtschreibschwäche leidet. Ich konnte mich nie in ihn hineinversetzen, da gerade das Lesen und Schreiben mir immer sehr leicht gefallen ist. Durch dieses Buch verstehe ich ihn um einiges besser und diese Geschichte hätte er damals, als er ca. 11 Jahre alt war, gut gebrauchen können, denn sie macht unglaublich viel Mut. Ich kann gar nicht sagen wie viele Passagen ich aus diesem Buch am liebsten eingerahmt an der Wand hängen haben möchte, denn es sind unzählige.

Dieses Buch teilt einem so viel mit: Du kannst etwas schaffen, wenn du es wirklich willst, Du bist nicht dumm, nur weil du andere Wege gehen musst, um etwas zu verstehen und Selbst die größten Köpfe der Menschheit hatten keine Angst davor, Fehler zu machen oder welche zu haben. Ally und Mr. Daniels haben mir gezeigt, dass man niemals alleine mit seinen Problemen, Fehlern und vielen anderen Dingen ist. Es gibt immer jemanden, der dich versteht.

Ally ist dabei eine wundervolle Protagonistin, die uns ihre Geschichte aus der Ich-Form erzählt. Dadurch konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Sie hat ein großes Talent dafür, irrwitzige Vergleiche zu ziehen und Dinge, die wir mit vielen Wörtern umschreiben müssten, direkt mit wenigen Sätzen auf den Punkt zu bringen. Sie hat ein großes Herz und versucht immer andere zu verstehen. Das Einzige, was sie lernen muss, ist sich selbst zu vertrauen.

Auch die anderen Charaktere konnten mich alle auf ihre Art begeistern. Ich wünschte, es würde mehr solcher Mr. Daniels‘ geben, die in jedem Kind etwas Besonderes sehen und niemanden abschreiben, nur weil er in kein Schema passt.

Da dieses Buch unter anderem für Kinder geschrieben ist, ist die Sprache und der Aufbau der Geschichte einfach gehalten: kurze Kapitel, kurze Sätze und große Schrift. Aber das Buch ist dennoch wahnsinnig tiefgründig. Es gibt dem Leser so viel, ohne dabei viele Wörter zu gebrauchen.

Wie ein Fisch im Baum ist daher ein tolles Buch, um das Thema Legasthenie besser zu verstehen und auch die Menschen, die sich damit jeden Tag rumschlagen. Von mir gibt es dafür eine ausdrückliche Leseempfehlung.


Obwohl wir nicht wissen, an welchen Ort uns diese Geschichte genau verschlägt, kann ich für Wie ein Fisch im Baum eine ganz große Reiseempfehlung aussprechen!

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(Das Cover sowie der Klappentext sind Eigentum des Verlages cbt)

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