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Reisebericht: Das Juwel – Die Gabe

Reiseziel: Die Einzige Stadt


Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogindas-juwel-die-gabe vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen? Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.


Autorin: Amy Ewing || Übersetzerin: Andrea Fischer
Preis: 16,99 € (Hardcover) || 14,99€ (eBook)
Seiten: 448
Reihe: Band 1 von Das Juwel
Verlag: Fischer FJB


Eindrücke & Momente

Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch eigentlich von meinem SuB aussortieren wollte, weil ich viele Stimmen und Meinungen dazu gehört habe, die meinten, es wäre nur ein Abklatsch von Selection. Nun habe ich sie aber doch gelesen und die Leute, die dieses Buch mit Selection vergleichen, haben anscheinend eine komplett andere Geschichte gelesen als ich, denn sie ähnelt nicht mal im Ansatz der Reihe von Kiera Cass – Na gut, die Mädchen dort tragen auch schöne Kleider.

Ich habe mich von der ersten Seite an in die Welt, die Amy Ewing mit Das Juwel – Die Gabe erschaffen hat, verliebt. Die Idee der Einzigen Stadt, die eigentlich eine Insel mitten im Ozean ist und sich durch verschiedene Sektoren wie zum Beispiel den Sumpf, die Farm, die Bank und das Juwel aufteilt, hat mich in seinen Bann gezogen, da sich hier mal wieder jemand richtig Gedanken gemacht hat. Vor allem das Juwel wird in Die Gabe sehr nah beleuchtet und mein Kopf wäre am liebsten explodiert wegen all der Adelshäuser, die er sich merken wollte. Wer Adelsgeschichten und Königshäuser mag, die untereinander Intrigen spinnen und sich dennoch gegenseitig zum Abendessen einladen, um immer im Gespräch zu bleiben, wird diese Geschichte lieben.

Neben all diesen Intrigen, Lästereien und Bällen steht natürlich auch Violet, Los 197, im Vordergrund der Handlung. Sie wird auf der Auktion von der Herzogin vom See ersteigert und muss nun ihr Surrogat sein. Was das genau ist, möchte ich noch nicht verraten, aber es sei euch gesagt: Ich liebe das Grundgerüst dieser Geschichte. Die Grundidee ist meines Erachtens noch nicht oft dagewesen und konnte mich daher von Anfang an packen. Manchmal hätte ich mir aber gewünscht, dass die Informationen ein wenig schneller gekommen wären, da ich mich als Leser öfter mal dumm gefühlt habe, weil ich nicht wusste, was dies oder das nun sein soll. Da hätte ich mir ein Glossar gewünscht.

Doch diese Informationslücke hat die Spannung auf jeden Fall wieder aufgewogen. Sobald es ein wenig ruhiger wurde und ich dachte, ich könnte das Buch nun zur Seite legen, um mich mal anderen Dingen zu widmen, kam eine überraschende Wendung oder die Herzogin kam in Violets Gemächer gestürmt oder ein spannendes Dinner stand an oder, oder, oder. Es gab immer etwas, was mich wieder an die Seiten des Buches gefesselt hat.

Das Einzige – wirklich das Einzige! -, was mich bisher noch nicht so überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte zwischen Violet und Mr.-Das-Verrate-Ich-Euch-Nicht. Wenn ihr das Buch lest, werdet ihr ja merken, wen ich meine und wenn ihr es schon gelesen habt, wisst ihr wen ich meine. Die Liebesgeschichte ging mir ein bisschen zu schnell und für mich kamen noch keine Gefühle rüber. Ich hoffe, dass ich in Band 2 der Reihe in dieser Hinsicht mehr mitfühlen kann.

Nur am Rande: Die Buchdeckel sind von innen wunderschön gestaltet und die vorderen Seiten sollte man sich unbedingt vor dem Lesen zu Gemüte führen, aber die hinteren Seiten – vor allem die Personenbeschreibungen – sind bis ca. Seite 350 tabu! Da könnte man sich nämlich spoilern. Dies nur als kleiner Tipp für alle, die es noch lesen wollen.


Ich kann Euch eine Reise in die Einzige Stadt wirklich nur ans Herz legen!

Hier geht es zu weiteren Reiseberichten:

Melody of Books (Video)

 

6 Kommentare zu “Reisebericht: Das Juwel – Die Gabe”

    1. Es freut mich gerade riesig, dass dir das Buch gefallen hat *-* Und ich kann dir nur zustimmen: Die einzige Gemeinsamkeit sind die hübschen Kleider im Buch und das Ballkleid auf dem Cover. Ansonsten finde ich ‚Das Juwel‘ viel tiefgründiger und besser durchdacht als Selection. 🙂

      1. Aber wenn man ehrlich ist, bedarf es ja nicht wirklich viel, um tiefgründiger als Selection zu sein. *Hier bösen Blick einfügen* Sorry, habe gerade einen Rant verfasst und muss erst mal wieder runter kommen. 😀 Ich muss mir unbedingt noch den zweiten Teil kaufen. Habe auch schon überlegt, die Serie auf Englisch (paperback) weiter zu verfolgen, da mir der Platz für Hardcover ausgegangen ist. :’D

    2. Ja, da magst du recht haben. ^^ Obwohl ich Selection sehr gerne gelesen habe – zumindest die ersten drei Bände. Aber ich habe gerade das rereaden für mich entdeckt und Selection werde ich auf jeden Fall auch nochmal lesen. Bin gespannt, ob es mich nochmal begeistern kann.

      Oh nein O_O Dir ist der Platz ausgegangen? Aber…aber was machst du denn jetzt? Du musst anbauen! Oder aussortieren? ^^‘ Ich habe mir den zweiten Teil zugelegt und bin schon sehr gespannt darauf. 🙂

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